Waschmaschine und Spühlmaschine - was ist vor dem Auszug zu beachten?
Kurz vor der Wohnungsübergabe wird meistens alles blitz und blank geputzt: Küche, Bad, Böden. Und dann passiert’s: Waschmaschine oder Spülmaschine bleiben “wie immer” – mit Kalkrändern, müffelnder Dichtung oder einem dreckigen Sieb. Genau das fällt bei der Abgabe schnell auf.
1) Kalkiges Wasser in der Schweiz – und was das für die Übergabe bedeutet
Je nach Region ist das Wasser deutlich härter oder weicher. In der Schweiz wird die Wasserhärte häufig in französischen Härtegraden (°fH) angegeben; als Faustregel gelten Bereiche von weich (<15 °fH) bis hart (32–42 °fH).
Deine Pflicht bei der Übergabe:
Du musst Geräte sichtbar sauber und in einwandfreiem Zustand zurückgeben – also ohne offensichtliche Kalkkrusten, Schmutzfilm oder Gerüche.
Was du nicht musst: einen teuren “Service vom Fachmann” organisieren, nur weil jemand das gerne hätte.
2) Waschmaschine vor der Übergabe reinigen (so wirkt sie sofort gepflegt)
Du brauchst (minimal):
Lappen, alte Zahnbürste/Bürste, flache Schale + Handtuch (fürs Sieb), ggf. Zitronensäure oder Maschinenreiniger.
Schritt 1: Waschmittelschublade & Einspülkammer
Schublade rausnehmen, unter lauwarmem Wasser abspülen.
Kurz einweichen, dann mit Zahnbürste die Ecken lösen.
Auch die Schachtinnenseite auswischen (da sitzt oft Kalk + Waschmittelbelag).
Schritt 2: Türdichtung (Geruchs-Hotspot)
Dichtung komplett abfahren, Falten öffnen, Wasser/Belag entfernen.
Für hygienische Sauberkeit: Zitronensäure-Wasser (mild) oder Essigessenz stark verdünnt – danach mit klarem Wasser nachwischen und trockenreiben.
Schritt 3: Flusensieb / Pumpenfilter (geht oft vergessen)
Klappe unten öffnen (meist vorne unten links oder rechts).
Schale/Handtuch drunter, dann Sieb langsam herausdrehen – Restwasser auffangen.
Sieb unter laufendem Wasser bürsten, Fach innen auswischen.
Wieder sauber einsetzen und Klappe zu.
Schritt 4: Innenleben entkalken (ohne Risiko)
Du hast zwei sichere Wege:
Waschmaschinenreiniger / Entkalker nach Anleitung (stressfrei, klare Dosierung)
Zitronensäure: leerer 40°-Gang, mittendrin pausieren/einwirken lassen, dann fertig laufen lassen (wirkt gut gegen Kalk).
Wichtig zu Essig: Unverdünnt ist er zu aggressiv und kann Dichtungen/Kunststoff angreifen – wenn überhaupt, dann nur verdünnt.
Übergabe-Quick-Check Waschmaschine:
Keine Rückstände im Fach, Dichtung sauber/geruchsfrei, Flusensieb sauber, Front abgewischt, Tür danach offen zum Trocknen.
3) Spülmaschine vor der Übergabe reinigen (Filter, Arme, Dichtung – fertig)
Du brauchst:
Spülbürste/Zahnbürste, Lappen, evtl. Entkalker oder Natron/Backpulver, Zahnstocher.
Schritt 1: Sieb am Boden reinigen
Sieb nach Anleitung rausnehmen.
Grobschmutz in den Müll, dann mit Bürste + etwas Spülmittel reinigen.
Sitzfläche im Boden kurz auswischen.
Schritt 2: Sprüharme frei machen
Sprüharme abnehmen (meist mit wenigen Handgriffen).
Düsenlöcher prüfen: mit Zahnstocher lösen und mit Wasser durchspülen, bis alles frei ist.
Schritt 3: Dichtungen & Türfalz
Dichtungen und Kanten abwischen (da sammelt sich gerne Biofilm).
Danach trocken nachwischen – das bringt den “frisch gereinigt”-Look.
Schritt 4: Entkalken im Leerlauf (macht den Unterschied)
Leerlaufprogramm, idealerweise warm/heiss (je nach Mittel).
Option A: Maschinenreiniger/Entkalker nach Herstellerangabe.
Option B (Hausmittel): z. B. Natron/Backpulver für Geruch/Belag – je nach Methode mit Essigessenz getrennt einsetzen (nicht “alles zusammenkippen”).
Wichtig bei Zitronensäure in der Spülmaschine:
Bei hoher Temperatur kann sich mit Kalk eine schwer lösliche Ablagerung bilden. Wenn du Zitronensäure nutzt, dann eher kühl/lauwarm und mit Einwirkzeit, statt kochend heiss.
Übergabe-Quick-Check Spülmaschine:
Sieb sauber, keine Speisereste im Boden, Sprüharme frei, Dichtungen sauber, kein Geruch.
Easy-Cleany Abschluss-Tipp (wenn’s schnell gehen muss)
Wenn du nur 30–45 Minuten hast, mach genau das:
Waschmaschine: Flusensieb + Dichtung + Fach
Spülmaschine: Sieb + Dichtung + kurzer Leerlauf (Reiniger)
Das sind die Stellen, die bei der Übergabe am ehesten geprüft werden – und die am schnellsten “nicht gemacht” aussehen.