Bohrlöcher und Dübellöcher vor der Überagbe füllen

Wir kennen es alle: Die Wohnung ist eigentlich bereit für die Übergabe – und dann kommen die letzten Bilder runter. Plötzlich siehst du sie: Bohrlöcher, Dübellöcher, Nagellöcher. Keine Panik. Mit ein paar Handgriffen bekommst du das sauber hin, sodass es bei der Abnahme keinen unnötigen Stress gibt.

1) Welche Löcher musst du stopfen?

Grundregel: Alles, was du selbst verursacht hast und sichtbar bleibt, sollte fachgerecht zugemacht werden.

Typische Beispiele:

  • Dübellöcher & Bohrlöcher in Wänden und Decken (auch hinter Schränken/Regalen)

  • Schrauben-/Nagellöcher von Bildern, Spiegeln, Garderobenhaken

  • Ausgerissene Stellen rund ums Loch (abgeplatzter Putz) – diese unbedingt mitbessern

  • Spezialfälle:

    • Fliesen (Bad/Küche): anders behandeln (siehe Tipps unten)

    • Raufaser/Strukturputz: Oberfläche nachbilden, damit es nicht “glatt geflickt” auffällt

Denke dran: Sauber gefüllte Löcher gelten normalerweise als normale Abnutzung. Offene oder schlampig geflickte Löcher hingegen können als Mangel gewertet werden – und dann wird’s schnell teuer.

2) Tipps & Tricks, wenn du wenig Zeit hast

Das brauchst du (Baumarkt-Standard):
Spachtelmasse (am besten Fertigspachtel aus der Tube), kleiner Spachtel, feines Schleifpapier, Schraubenzieher, Zange, Staubsauger.

Express-Vorgehen (Loch für Loch):

  1. Dübel raus: Schraube ein paar Umdrehungen lösen, mit Zange langsam ziehen (nicht ruckeln).

  2. Sauber machen: Loch kurz aussaugen – Spachtel hält nur auf sauberem Untergrund.

  3. Füllen: Spachtelmasse tief ins Loch drücken, lieber minimal überfüllen.

  4. Glattziehen: Mit dem Spachtel sauber abziehen (flach, nicht “Bergli” bauen).

  5. Trocknen lassen: Je nach Masse oft 30–60 Min. (bei tieferen Löchern eher länger).

  6. Feinschliff: Ganz leicht schleifen, bis es eben ist.

Wenn’s wirklich eilt:
Nimm Tubenspachtel (schnell & sauber). Bei tiefen Löchern lieber 2 dünne Schichten statt einmal “zu viel” – Spachtel kann beim Trocknen leicht einsinken.

Bitte nicht als “Notlösung”: Zahnpasta, Kaugummi, Watte & Co. Sie können rissig werden, Schmutz anziehen oder sogar schimmeln – bei der Übergabe fällt das sofort negativ auf.

Fliesenloch?
In Fliesen funktioniert Spachtel oft schlecht. Besser: Sanitär-Silikon oder Fugenmasse, je nachdem ob das Loch in der Fliese oder in der Fuge ist. Ziel: sauber, dicht, optisch ruhig.

3) Qualität: Worauf Vermieter wirklich schauen

Hier zählt weniger Perfektion – mehr Sorgfalt:

  • Vollständig gefüllt: Keine Vertiefung, kein “Krater”.

  • Gleichmässig & glatt: Mit der Hand drüberfahren – wenn du’s fühlst, sieht man’s meist auch.

  • Optisch unauffällig: Aus normalem Abstand und Licht.
    Wichtig: Eine leichte Farbabweichung ist in der Praxis meist okay – entscheidend ist, dass es sauber gemacht ist und nicht nach Pfusch aussieht. Achte darauf, welche Farbe die Wand oder die Decke haben und kaufe entsprechende Spachtelmasse.

  • Keine Ränder, keine Schmierer: Spachtelreste rund ums Loch entfernen, sonst wirkt die Wand fleckig.

  • Licht-Check: Schau die Wand kurz seitlich im Tageslicht an – so siehst du Erhebungen sofort.

Zurück
Zurück

Wohnungsübergabe - deine Checkliste

Weiter
Weiter

Wohnungsübergabe - Darauf achtet dein Vermieter